Qualitätssicherung in der psychotherapeutischen Praxis

10.4.1 Grundlagen und Begriffe

Aufgaben der Qualitätssicherung: Transparenz über Versorgung, Ziele und Zielerreichung als Grundlage für rationales Handeln, Planen, Entscheiden, Signalfunktion der Qualitätssicherung, rechtliche Aspekte

Begriffe: Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität (und ihre Bestandteile in der ambulanten und klinisch-stationären Praxis)

10.4.2 Maßnahmen der Qualitätssicherung in der Praxis

interne Strukturqualität (Lage, Erreichbarkeit, Ausstattung, Leistungsangebote, Leitbilder und Ethikcodes, Personal, Fortbildung, Fachzeitschriften, Praxisführung, Terminvergabe, Einkauf, Datenschutz, Hygiene-, Brand- und Arbeitsschutz, Abrechnung, Ausfallhonorar, Beschwerdemanagement, Fehlermanagement; Umgang mit Notfällen, Suizidalität, Psychosen)

interne Prozessqualität (Kontaktaufnahme, Erstkontakt, Warteliste, Diagnostik, Anamnese und Dokumentation, Diagnoseinstrumente, Erfassung von Ätiologie und Aufrechterhaltung der Störung, Indikation und Therapieplanung, Patientenaufklärung, Behandlungspfade für verschiedene Störungsbilder, Wirksamkeitsüberprüfung und Evaluation)

Qualitätssicherung: Qualitätszirkel bzw. –treffen; externe und interne Supervision, Intervision, Selbsterfahrung; Katamneseerhebung; Kriterien, Normen und Standards; Standardisierung der Therapievorbereitung, Manualisierung

Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung

Psychotherapierichtlinien (s. a. 11.1): Krankheitsdefinition; Indikationskatalog; Antragsverfahren und Begutachtung